Als Single durch Florida – eine Rundreise

By 30. September 2011 Reiseberichte No Comments
Nachdem meine letzte Single-Reise, ein Hotelurlaub, ziemlich langweilig ausgefallen war, wollte ich im nächsten Jahr etwas auf eigene Faust unternehmen. Eine richtige Tour, um etwas zu erleben. Als begeisterter Taucher wollte ich natürlich viel Wasser um mich herum haben. Da brachte mich eine Fernseh-Reportage über Florida auf die Idee. Dort gibt es Meer, interessante Städte und Freizeitparks, die einen Achterbahn-Fan wie mich anlocken. Die Entscheidung stand fest – in sechs Monaten sollte es los gehen. Geplant war eine Rundreise mit dem Auto entlang der Atlantikküste Floridas. Beginnend im Norden bei Orlando, dann weiter über Miami bis zu den Florida Keys.

Vorbereitung

Es gab nicht viel zu tun: Den Reisepass beantragen und die Einreise online (gegen Gebühr) bei den amerikanischen Behörden anmelden.
Anreise und Unterkunft
Je früher man einen Flug bucht, desto günstigere Angebote sind noch zu haben. Ich wählte einen Linienflug mit Delta-Airlines von Frankfurt nach Orlando. Sämtliche Hotels hatte ich über große bekannte Hotelketten organisiert. Wegen des günstigen Wechselkurses benutzte ich die amerikanischen Internetseiten und zahlte in US-Dollar. Den Mietwagen bestellte ich aber kostengünstig über einen deutschen Reiseveranstalter. Vor Ort wäre das erheblich teurer gekommen.

Erlebnisse und Erfahrungen

In den Freizeitparks um Orlando kam ich voll auf meine Kosten. Allerdings hätte ich mindestens drei Nächte bleiben sollen. Zwei Tage hatten gerade genügt, um die Hauptattraktionen zu testen. Das Universal Orlando hat mich besonders beeindruckt. Disney World war doch eher was für Familien. In Miami konzentrierte ich mich auf das Nachtleben: Die bunten Lichter auf dem Ocean Drive und die vielen Clubs. Schade, dass man für die angesagten Clubs eine Reservierung benötigte. In Fort Lauderdale, dem nächsten Zwischenstopp in Richtung Süden, konnte ich meine Urlaubsgarderobe aufbessern. Einen kompletten Tag verbrachte ich im Einkaufszentrum “Sawgrass Mills”. Von Fort Lauderdale fuhr ich ohne Halt bis nach Key West. Die Fahrt war einer der Höhepunkte meiner Reise. Auf dem Highway über die Florida Keys sah ich meilenweit nur Wasser und Inseln. Key West war mein eigentliches Hauptziel und es kam mir dort überhaupt nicht amerikanisch vor – eher karibisch. Im Gegensatz zu Miami brauchte ich hier keine Reservierung in den Bars. Feierlaune herrschte überall. Mein Favorit: Die Bar “Sloppy Joe’s” an der Duval Street. Wassersportangebote gab es hier zu genüge – endlich fand ich eine ansprechende Tauchbasis und Gleichgesinnte, die mein Hobby teilten.

Tipps

In amerikanischen Mietwagen-Stationen wird oft versucht, gegen teure Gebühren überflüssige Versicherungen zu verkaufen, obwohl von Deutschland aus sämtliche Leistungen bereits bezahlt wurden. Lassen Sie sich nicht verunsichern. Das mit Vollkasko in Deutschland bestellte Auto ist ausreichend versichert.
Noch eine persönliche, kulinarische Empfehlung: Auch wenn das Frühstück in den Hotels inklusive ist. Schonen Sie Ihre Geschmacksnerven und gönnen Sie sich am Morgen lieber ein typisch amerikanisches Frühstück in einem der zahlreichen Frühstücksrestaurants. Bei “Denny’s” war ich übrigens immer zufrieden.

Literatur

Zur Vorbereitung der Reise besorgte ich mir den ADAC Reiseführer Florida. Für unterwegs hatte ich den sehr übersichtlichen Straßenatlas “Rand McNally” gekauft, der mich sicher über die Highways geführt hat.

Fazit

Florida zu bereisen war, auch als Single, eine Erfahrung wert. An Aktivitäten hat es nicht gemangelt. Leider traf ich nur wenige Alleinreisende, mit denen ich mich zusammenschließen konnte. Ich denke, es ist nicht einfach, dort spontan Leute kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. Das traf jedoch nicht auf Key West zu, wo ich eine etwas entspanntere Lebensart kennenlernen konnte.